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Mo, 22. Juli 2019, 1:04 Uhr

Euro-Staatsanleihen leicht gesunken


08.05.03 16:27
Hamburgische LB

Bei den Staatsanleihen in Euroland zeigte sich ein ähnliches Bild wie in den USA, so die Analysten der Hamburgischen Landesbank.

Bis zur Monatsmitte seien die Renditen europäischer Staatsanleihen über alle Laufzeiten um rund 30 bp geklettert. Das sei durch das militärische Ende des Irak-Krieges verursacht worden, denn die Sicherheitsprämie von Staatsanleihen gegenüber risikoreicheren Anlagen habe nun z.T. abgebaut werden können. In der zweiten Monatshälfte habe sich jedoch das Blatt gedreht, so dass die Bundrenditen im Monatsvergleich per Saldo sogar leicht gesunken seien.

Entscheidend dafür sei neben den US-Vorgaben die Tatsache gewesen, dass sämtliche Konjunkturindikatoren aus Euroland enttäuscht hätten. Angefangen von Realdaten wie den deutschen Einzelhandelsumsätzen oder Auftragseingängen bis zu den Vorlaufindikatoren wie ifo-Geschäftsklima-, Reuters-Einkaufsmanager-oder ZEW-Index hätten alle Indikatoren durch das Ausmaß ihres Rückgangs überrascht. Wachstumsprognosen für Eurolandstaaten seien gleich reihenweise nach unten revidiert worden.

Wegen des deutlich rückläufigen Ölpreises hätten sich die Aussichten für die Preisstabilität verbessert. Zusammen mit dem zuletzt sehr festen Euro habe das die Wahrscheinlichkeit einer baldigen Leitzinssenkung durch die EZB sowie die Attraktivität europäischer Staatsanleihen in Relation zu US-Treasuries erhöht. Vor diesem bondmarktfreundlichen Hintergrund hätten nicht einmal die kräftigen Kursgewinne am Aktienmarkt die Staatsanleihen belastet. 2jährige Bunds würden gegenwärtig bei 2,31%, 10jährige bei 3,97% rentieren.