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Di, 12. November 2019, 11:54 Uhr

Eckert&Ziegler

WKN: 565970 / ISIN: DE0005659700

Eckert & Ziegler-Aktie: Neue Rekorde in 2017?


02.12.16 11:30
Vorstandswoche.de

Haar (www.aktiencheck.de) - Die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" nehmen in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie von Eckert & Ziegler (ISIN: DE0005659700, WKN: 565970, Ticker-Symbol: EUZ) unter die Lupe.

In der vergangenen Woche hätten sich auf dem Deutschen Eigenkapitalforum der Deutschen Börse wieder zahlreiche Unternehmen präsentiert. Überzeugend sei beispielsweise der Vortrag von Andreas Eckert, CEO der Eckert & Ziegler AG, gewesen. Das Berliner Unternehmen sei ein Hersteller von radioaktiven Komponenten für medizinische, wissenschaftliche und messtechnische Zwecke.

Die Firma konzentriere sich auf Anwendungen in der Krebstherapie, der industriellen Radiometrie und der nuklearmedizinischen Diagnostik. Das operative Geschäft teile sich in drei Segmente: Strahlentherapie, Isotope Products und Radiopharma. Im Jahr 2015 habe das Unternehmen einen Umsatz von 140 Mio. Euro, ein EBIT von knapp 17 Mio. Euro und einen Gewinn von 10,7 Mio. Euro oder 2,03 Euro Profit je Aktie erzielt. In diesem Zahlenwerk sei indes ein positiver Einmaleffekt aus dem Verkauf der Beteiligung an der OctreoPharm Sciences GmbH enthalten gewesen.

Negativ hätten höhere Kosten für anstehende Entsorgungsleistungen zu Buche geschlagen, die das Ergebnis der Umweltdienste belastet hätten, wobei die positiven Effekte dies kompensiert hätten. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres sei ein Umsatz von 103 Mio. Euro eingefahren worden, was in etwa dem Vorjahresniveau entspreche. Der Gewinn pro Aktie sei im Vergleich zum Vorjahrzeitraum um 19% auf 1.43 Euro je Aktie gefallen. Laut Eckert habe der Gewinn nach neun Monaten leicht über den eigenen Erwartungen gelegen. Ursache für den Gewinnrückgang seien die um 6,4 Mio. Euro geringeren Sondererträge gewesen, die im Vorjahr unter anderem durch den Verkauf einer Beteiligung (OctreoPharm Sciences) entstanden seien. Rechne man jedoch die Sondereffekte und das Finanzergebnis aus beiden Finanzperioden heraus und beziehe die nicht fortgeführten Geschäftsbereiche mit ein, so zeige sich eine erhebliche Verbesserung der Ertragslage.

Für das Geschäftsjahr 2016 würden ein Umsatz von etwa 140 Mio. Euro und ein EBIT von rund 16 Mio. Euro erwartet. Daraus errechne sich eine komfortable EBIT-Marge von 11,4%. Netto sollte ein Konzerngewinn von etwa 9.5 Mio. Euro hängen bleiben oder ein Gewinn von 1.80 Euro je Aktie. Die Dividende würden die Experten bei mindestens 60 Cent je Aktie erwarten. Im nächsten Jahr wolle Eckert wieder wachsen. Der Umsatz solle auf 150 Mio. Euro steigen. Unter der Annahme konstanter Wechselkurse und ohne Akquisitionen und Spartenverkäufe dürfte sich der Gewinn je Aktie auf 2,00 Euro steigern. Das würde einem Überschuss von rund 10,5 Mio. Euro entsprechen.

Bei Eckert & Ziegler gehe es endlich wieder aufwärts. Die letzten fünf Jahre sei das Unternehmen nicht wirklich vom Fleck gekommen. Einzig der Umsatz habe sich verbessert. 2010 habe der Umsatz bei 111 Mio. Euro gelegen. Schon damals seien allerdings 9,4 Mio. Euro verdient worden oder 1,81 Euro je Aktie. 2011 und 2012 sei leicht mehr verdient worden als 2010. 2013 sei es abwärts gegangen und 2014 sei mit einem Gewinn von lediglich 6,8 Mio. Euro oder 1,27 Euro pro Aktie ein schlechter Jahrgang gewesen. Jetzt scheine Eckert das Unternehmen auf profitables Gewinnwachstum auszurichten. Rechne man die positiven Einmaleffekte aus 2015 heraus, könne sich Eckert im nächsten Jahr auf ein Rekordjahr freuen. Bleibe nur zu hoffen, dass nichts dazwischenkomme.

Eckert selbst halte an der Gesellschaft einen Anteil von mehr als 30%. Auf Basis des aktuellen Börsenwertes von rund 120 Mio. Euro habe das Paket einen Wert von gut 40 Mio. Euro. Bei Eckert & Ziegler erhalte Eckert einen Fixbetrag von jährlich 300.000 Euro. Inklusive Nebenleistungen und Tantiemen hätten bei ihm 2015 über 600.000 Euro in der Kasse geklingelt. Die Vergütung von Eckert und auch des gesamten Managements sei durchaus moderat. Andere würden stärker zugreifen.

Allerdings dürfte das Gehalt bei Eckert & Ziegler für den CEO eher Peanuts sein. Eckert sei nämlich kräftig im Beteiligungsgeschäft außerhalb von Eckert & Ziegler aktiv. Fokus seien Technologie- und Biotechunternehmen. Gemeinsam mit den Milliardären Strüngmann sei er zum Beispiel bei Glycotope massiv investiert. Eckert solle laut Kennern ein schwerreicher Junge sein, der zu den 500 reichsten Deutschen gehören dürfte. Das Vermögen dürfte einen Betrag von 100 Mio. Euro ganz locker sprengen. Angesichts seiner zahlreichen Aktivitäten wundere es die Experten nicht, dass der Terminkalender von Eckert stets randvoll sei. Sie würden hoffen, dass Eckert bei Eckert & Ziegler Vollgas gebe und die Ergebnis-Dümpelei der letzten fünf Jahre endlich beendet sei.

Mit einem KGV von unter 12 für 2017 und einer Dividendenrendite von 2,5% ist die Eckert & Ziegler-Aktie bei Kursen um 23 Euro auf Sicht von ein bis zwei Jahren wieder kaufenswert, so die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de". Die Höchstkurse der letzten Jahre von über 30 Euro seien durchaus wieder drin, wenn Eckert seine Zahlen abliefere. (Analyse vom 02.12.2016) (02.12.2016/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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