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Mo, 22. Juli 2019, 15:44 Uhr

EUR/USD (Euro / US-Dollar)

WKN: 965275 / ISIN: EU0009652759

EUR/USD: neutrale Haltung favorisiert


19.11.12 12:23
Bremer Landesbank

Bremen (www.aktiencheck.de) - Der Euro eröffnet heute (08.04 Uhr) bei 1,2765, nachdem im Verlauf der letzten 24 Handelsstunden Tiefstkurse im europäischen Handel bei 1,2691 markiert wurden, so die Analysten der Bremer Landesbank.

Der USD stelle sich gegenüber dem JPY auf 81,28. In der Folge notiere EUR/JPY bei 103,75, während EUR/CHF bei 1,2053 oszilliere.

Zu Wochenbeginn zeige sich der Euro stabilisiert. Risikoaktiva, beispielsweise Aktien, könnten profitieren. Für diese Entwicklung gebe es drei tragende Hintergründe:

Zum einen befeuere die Erwartungshaltung, dass bei einer neuen Regierung in Tokio das Liquiditätsfüllhorn zum Einsatz komme, die Fantasie.

Zum anderen würden die Äußerungen aus den USA belegen, dass "Ratio" die Debatte um das "Fiscal Cliff" bestimme. Ergo nehme die Wahrscheinlichkeit einer sensiblen Lösung zu, die die Konjunkturlage nicht nachhaltig beeinträchtigen werde und trotzdem zumindest Ansätze von Haushaltskonsolidierung eröffne (von 8 bis 9% des BIP in Richtung 6 bis 7%).

Der dritte Hintergrund sei folgender: Obwohl es auf ersten Blick keine Annäherung zwischen IWF und Eurogruppe bezüglich des Griechendramas gebe, zeichne sich eine Lösung ab, die in der Tendenz dem "Schäuble-Modell" entspreche.

Die Analysten würden sich kurz dem Thema Basel III zuwenden. Ja, Regulierung sei erforderlich. Aber es sollte dort reguliert werden, wo Fehler gemacht worden seien. Es sei verstörend, was Basel III bei ganz elementaren Fragestellungen, beispielsweise dem Aspekt der Prozyklik, bewirke.

Fakt sei, dass "unsere Freunde" eine sehr prozyklische Welt etabliert hätten. Dazu gehöre vor allen Dingen das Thema "kurzfristige Bilanzierungsstandards" und damit reduzierte Risikotragfähigkeit. In dieser Krise habe es an antizyklischen Kräften gemangelt. Deswegen habe die öffentliche Hand schlussendlich so aggressiv eingreifen müssen.

Darüber hinaus habe es antizyklische Kräfte in den Sektoren der Sparkassen und Volksbanken als auch der Bremer Landesbank nebst anderen Instituten gegeben, die in der Krise ihre Kreditvergabe erhöht und damit wertvollen Kapitalstock geschützt hätten.

Genau diese Banken, die in der Wahrnehmung der volkswirtschaftlichen Funktion in unbestechlicher Manier zur Krisenlösung beigetragen hätten, sollten jetzt über Basel III in der Kreditvergabe durch erhöhte Eigenkapitalunterlegung eingeschränkt werden. Das sei absurd. Denn es sei doch nicht die klassische Kreditvergabe gewesen, die diese Krise ausgelöst habe, es seien Investmentbanker (und Politiker) in den USA gewesen, die bewusst dafür gesorgt hätten, dass es zu antiautoritärer Kreditvergabe gekommen sei, um den dahinter stehenden Investmentbankprozess zu füttern (und unhaltbare Politik umzusetzen).

Fakt sei, dass die Einschränkung der Kreditvergabe Teile des deutschen Mittelstands an den Kapitalmarkt zwingen werde. Der Kapitalmarkt funktioniere prozyklisch und das Kapitalmarktgeschäft sei das Geschäftsmodell der "Täter". Basel III forciere das Geschäftsmodell der "Täter" und forciere prozyklische Kräfte. Sei das als Maßnahme einer zukünftigen Krisenabwehr wirklich Sinn stiftend oder Ausdruck erfolgreicher Lobbypolitik des "privaten Bankgewerbes" im Rahmen der global agierenden Bankenaristokratie (siehe auch Entzahnung des Frank-Dodd Acts in den USA)? Würden hier nicht durch mehr Prozyklik systemische Risiken durch Basel III erhöht? Müsse es nicht darum gehen, antizyklische Kräfte zu stärken? Bezüglich der USA sei nur gesagt, dass die USA Basel II angeregt und nicht umgesetzt hätten. Damit hätten die USA ihren Banken in der Geschäftspolitik gegenüber europäischen Banken Vorteile verschafft. Denken wir eigentlich mit, fragen die Analysten der Bremer Landesbank.

Was die Veröffentlichungen des letzten Freitags anbetreffe, habe die Handelsbilanz der Eurozone einmal mehr überzeugen können. Der Überschuss habe sich per Berichtsmonat September auf 9,8 Mrd. Euro nach zuvor 5,2 Mrd. Euro gestellt.

Zusammenfassend ergebe sich ein Szenario, das eine neutrale Haltung in der Parität EUR/USD favorisiere. Erst ein Ausbruch aus der Bandbreite 1,2580 bis 1,2900 eröffne neue Opportunitäten. (19.11.2012/ac/a/m)




 
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