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Mo, 10. August 2020, 9:51 Uhr

EUR/USD (Euro / US-Dollar)

WKN: 965275 / ISIN: EU0009652759

EUR/USD: Widerstand bei 1,3110 konnte nicht nachhaltig übersprungen werden


05.12.12 11:36
Bremer Landesbank

Bremen (www.aktiencheck.de) - Der Euro eröffnet heute (07.53 Uhr) bei 1,3112, nachdem im Verlauf der letzten 24 Handelsstunden Tiefstkurse im europäischen Handel bei 1,3052 markiert wurden, berichten die Analysten der Bremer Landesbank.

Der USD stelle sich gegenüber dem JPY auf 82,30. In der Folge notiere EUR/JPY bei 107,90, während EUR/CHF bei 1,2144 oszilliere.

Auch gestern sei es dem Euro/Dollar-Wechselkurs nicht gelungen, sich nachhaltig aus seinen aus den letzten Tagen bekannten Fahrwassern heraus zu bewegen Fehlende Impulse von der Datenfront hätten den Blick wieder in Richtung Politik gehen lassen. Auch hier gebe es nicht viele Neuigkeiten zu vermelden. Die Hängepartie in den USA setze sich weiter fort. In Europa dauere die Meinungsfindung über eine gemeinsame Bankenaufsicht an. Japan möchte seine Wirtschaft mit neuen Schulden ankurbeln.

Der feste Widerstand bei 1,3110 habe gestern eine zu hohe Hürde für den Euro dargestellt und nicht nachhaltig übersprungen werden können. Im asiatischen Handel sei dann diese Schwelle gefallen und habe kurzfristig ein Sieben-Wochen-Hoch markiert, der Euro kämpfe seitdem auch heute in den Morgenstunden um den Widerstand.

Sollte man diese Hürde länger hinter sich lassen können, nehme der Markt Kurs auf 1,3150 und 1,3220. Abwärtspotenzial nach unten ergebe sich nach Unterschreiten der Marke von 1,3080 noch einmal Dynamik hin zur 1,3000 bzw. 1,2980 sprich in gewohnte Regionen. Heute sehe man einige Konjunkturzahlen auf der Agenda, die unter Umständen eine Richtung vorgeben könnten.

Die Analysten seien erfreut über die positiven Signale aus China, wo sich in naher Zukunft wieder größeres Wirtschaftswachstum einstellen werde. Die Wachstumsschwelle von 8% solle im neuen Jahr wieder überschritten werden. Den Umbau des Landes zu einer starken Binnenlandschaft werde auch der neue Parteichef vorantreiben. Bei Bedarf könne die Geldpolitik flankierend eingreifen und die Erreichung der veröffentlichten Ziele mit unterschiedlichen Operationen unterstützen.

Das Ziel, den Konsum des Landes zu steigern, komme besonders stark den deutschen Exporteuren zugute. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) bewege sich nahe seinem Jahreshoch, die deutsche Erfolgsgeschichte setze sich dank dieser wachstumsfördernder Politik der zweitgrößten Wirtschaftsmacht der Welt fort. Die Gewichte des deutschen Exports würden sich zurzeit in drastischer Geschwindigkeit weg von Europa hin zu Schwellenländern (China, Südkorea, Russland) und den USA verschieben.

Ebenfalls positiv habe sich die Nachricht ausgewirkt, dass Italien in den Jahren 2013 und 2014 seine Defizitziele voraussichtlich erreichen werde. Es werde jeweils mit einem Defizit von 2,1% pro Jahr ausgegangen.

Ab der zweiten Jahreshälfte 2013 solle es wieder Wachstum geben, nachdem das Land zurzeit in der Rezession stecke. Die Talsohle rücke näher. Die Bremsspuren der kontraktiven Wirkung der Reformen und Sparprogramme würden sich verlangsamen, bevor das Land auf einen gesundeten und erfolgversprechenderen Weg zurückkehren werde.

Spanien dagegen habe angedeutet, dass man das für dieses Jahr gesteckte Defizitziel verfehlen könnte. Das formelle Ziel von 7% werde von den gewährten Bankenhilfen stark belastet. Der Haushaltsminister Cristobal Montoro habe sich zu der Situation geäußert: "Wichtig ist allerdings, das Defizit zu reduzieren - je schneller, desto besser - ohne, dass sich die Rezession dadurch verschlimmert. Das ist das Ziel." Das Land leide besonders unter dem Platzen einer Immobilienblase und hoher Arbeitslosigkeit. Jeder Vierte Erwerbsfähige sei ohne Arbeit, bei den unter 24-Jährigen sei es mehr als die Hälfte.

Die einzig relevanten Wirtschaftszahlen, die gestern zur Veröffentlichung angestanden hätten, seien die Produzentenpreise in der Eurozone gewesen:

Analog zur wirtschaftlichen Abkühlung in der Eurozone sei auch ein abnehmender Preisdruck festzustellen. Im Oktober seien die Produzentenpreise nur mit 0,1% über dem Vormonatswert notiert worden. Dies stelle den geringsten Zuwachs seit Juni dar. Auf Jahresbasis habe sich das Wachstum auf 2,6% nach 2,7% im September verringert. Ein Hauptgrund für das verlangsamte Wachstum seien geringere Energiepreise im zurückliegenden Monat gewesen.

Zusammenfassend ergebe sich ein Szenario, das den Euro gegenüber dem USD favorisiere. Ein Unterschreiten der Unterstützung bei 1,2820/50 neutralisiere das positive Bias. (05.12.2012/ac/a/m)




 
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