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DJ MARKT-AUSBLICK/Spaniens Wahl letzter Paukenschlag für Börsen


18.12.15 14:40
Dow Jones Newswires

DJ MARKT-AUSBLICK/Spaniens Wahl letzter Paukenschlag für Börsen


Von Benjamin Krieger


FRANKFURT (Dow Jones)--Spannend könnte es am Montag an der Börse von Madrid werden. In Spanien wird am Sonntag gewählt. "Spanien steuert auf die unklarste Wahl seit der Rückkehr zur Demokratie in den späten siebziger Jahren zu", sagt Yvan Mamalet von der Societe Generale. Das Parlament dürfte nach der Wahl zersplittert sein, erstmals in der jüngeren Geschichte des Landes werde sich womöglich eine Koalition formieren müssen.


Mamalet hat aus den seit Anfang Dezember veröffentlichten Wahlumfragen eine Art Konsensprognose errechnet. Diese sieht eine hauchdünne Mehrheit für die regierenden Konservativen um Ministerpräsident Mariano Rajoy und die liberale Bürgerbewegung Ciudadanos von insgesamt 179 Sitzen im Parlament voraus. Für eine absolute Mehrheit sind 176 Sitze nötig. Dem stehen die Sozialisten und die zuletzt schwächelnde linke Protestpartei Podemos gegenüber.


Am wahrscheinlichsten ist wohl eine Koalition aus Konservativen und der liberalen Ciudadanos. Thomas Strobel von der Unicredit nennt diese Konstellation "sowohl den Märkten als auch der Wirtschaft gegenüber wohl gesonnen". Auch Tristan Perrier vom Vermögensverwalter Amundi nennt diesen Wahlausgang "am wahrscheinlichsten und ein relativ positives Szenario für die Märkte".


Aber auch eine Minderheitsregierung der Konservativen mit der Unterstützung von Ciudadanos ist nicht ausgeschlossen. Eine solche berge jedoch "das Risiko des politischen Stillstands und vorzeitiger Neuwahlen", sagt Yvan Mamalet von der Societe Generale.


Es geht bei der Wahl nicht nur um Spanien, das Land ist die viertgrößte Wirtschaft der Eurozone. Nicht auszuschließen, dass ein aus Sicht der Finanzmärkte ungünstiger Wahlausgang den Euro und Europas Aktienmärkte belastet. Sollten zum Beispiel - entgegen allen Erwartungen - die Sozialisten zusammen mit Podemos eine klare Mehrheit erringen, dann könnten die Märkte sogar in die Knie gehen.


Ansonsten dürfte es den Rest des Jahres an den Finanzmärkten weihnachtlich ruhig zugehen. Denn mit der Sitzung der EZB vor zwei Wochen und vor allem mit der Zinserhöhung in den USA am Mittwoch sind die beiden dicksten Kühe vor dem Jahresende vom Eis. Gleiches gilt für den "Hexensabbat", den Verfall von Optionen und Futures an den Aktienmärkten. Am Freitagmittag sind die Derivate auf den DAX und den Euro-Stoxx-50 verfallen und haben die Kurse belastet.


Wenn sich das Szenario des vergangenen Jahres wiederholt, dann ist das Börsenjahr 2015 für den DAX ohnehin gelaufen. An den vier Handelstagen zum Jahresende 2014 pendelte der DAX bei geringen Börsenumsätzen lustlos unter 10.000 Punkten herum. Erst im neuen Jahr nahmen die Kurse wieder Fahrt auf.


Ein rabenschwarzes Jahr hat das schwarze Gold hinter sich. In diesem Jahr ist der Ölpreis um 45 Prozent eingebrochen. Am Mittwoch vor Heiligabend und am Mittwoch vor Silvester werden in den USA Daten zu den Lagerbeständen an Rohöl, Benzin und Destillaten veröffentlicht. Haben sich die Lager nochmals aufgefüllt, könnte der Ölpreis zum Jahresende neue Tiefstände ausloten.


Kontakt zum Autor: benjamin.krieger@dowjones.com


DJG/bek/cln


(END) Dow Jones Newswires


December 18, 2015 08:40 ET (13:40 GMT)


Copyright (c) 2015 Dow Jones & Company, Inc.





 
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