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DJ MARKT-AUSBLICK/Anleger werten "Payrolls" als Zeichen der Stärke


06.11.15 15:17
Dow Jones Newswires

DJ MARKT-AUSBLICK/Anleger werten "Payrolls" als Zeichen der Stärke


Von Benjamin Krieger


FRANKFURT (Dow Jones)--Ein Paukenschlag für die Börsen ist am Freitagnachmittag der US-Arbeitsmarktbericht. Mit einem Anstieg der "Payrolls" im Oktober von 271.000 Stellen wurde die Konsensprognose um 88.000 Stellen übertroffen. Gleichzeitig sind die Löhne so stark gestiegen wie schon lange nicht mehr. US-Staatsanleihen sind daraufhin eingebrochen auf den tiefsten Stand seit fast vier Monaten. Die Rendite zehnjähriger Papiere ist in wenigen Minuten um 10 Basispunkte auf 2,30 Prozent gesprungen. Zweijährige US-Treasuries sind sogar auf den niedrigsten Stand seit fünfeinhalb Jahren eingebrochen.


Die Zeichen stehen nun also noch deutlicher auf eine Zinserhöhung noch im Dezember. "Nach zwei eher enttäuschenden Monaten zeigt sich der Arbeitsmarkt in den USA wieder robust", sagt Viola Julien von der Helaba. Die Arbeitslosenquote ist auf das niedrigste Niveau seit April 2008 gesunken. "Positiv hervorzuheben ist auch der unerwartet starke Anstieg der Stundenlöhne und so verstärken sich Erwartungen einer Zinswende im Dezember", sagt die Volkswirtin.


Der DAX ist nach den Payrolls um 100 Punkte nach oben gesprungen. Die erste Reaktion lässt also darauf schließen, dass Investoren das Zahlenwerk als Zeichen konjunktureller Stärke in den USA werten. Dazu passt auch die Reaktion des Dollar: Dieser hat zum Euro auf den höchsten Stand seit fast sieben Monaten aufgewertet. Der Euro ist nurmehr 1,0730 Dollar wert. Steigen in den USA die Zinsen - im Euroraum dürften sie bis auf weiteres extrem niedrig bleiben - weitet sich die Zinsdifferenz zwischen Dollar- und Euroraum aus. Davon profitieren Dollar-Assets.


Dieser Paukenschlag dürfte auch in den kommenden Wochen an den Märkten noch nachhallen. Die Saison der Quartalsberichte an der Wall Street neigt sich dagegen ihrem Ende zu, von dort dürften die Kursimpulse also fehlen. Aus dem DAX stehen in der kommenden Woche mit Continental, Deutsche Post, K+S, E.ON, RWE, Henkel, Siemens und Merck noch acht Schwergewichte auf der Agenda. Die vergangenen Wochen haben bewiesen, dass es zu heftigen Kursausschlägen der Aktien kommen kann, sollten die Ergebnisse und Prognosen der Unternehmen stärker von den Erwartungen am Markt abweichen.


Laut M.M. Warburg haben bislang 57 Prozent der DAX-Unternehmen die Erwartungen im dritten Quartal übertroffen. Im S&P-500 liegt dieses "Surprise Ratio" mit 74 Prozent merklich höher. Was aber schwerer wiegt: "Wir haben den Eindruck, dass die Ausblicke der Unternehmen nicht so positiv ausgefallen sind, dass die Gewinnschätzungen für die Zukunft optimistischer ausfallen können", sagt Carsten Klude von M.M. Warburg. Ausblicke enthalten jedoch neben quantitativen oftmals auch qualitative Ziele, die sich nicht in Kennzahlen fassen lassen.


Ein Indikator für die qualitative Interpretation von Ausblicken ist, ob und wie sehr Analysten im Verlauf der Berichtssaison ihre Gewinnschätzungen für Unternehmen ändern. Laut M.M. Warburg sind in den vergangenen drei Monaten die Gewinnschätzungen für die Aktienmärkte Spanien, Portugal und Irland erhöht worden. "Bei allen anderen großen Indizes sind die Gewinnschätzungen dagegen nach unten revidiert worden", stellt der Stratege Klude fest.


Auch für den DAX, wenngleich dies maßgeblich auf die enttäuschenden Entwicklungen bei Volkswagen und der Deutschen Bank beruhe. "Dennoch bleibt unser Urteil bestehen: Mit Blick auf die verbleibenden Monate des Jahres 2015 überwiegt bei den Analysten insgesamt eine etwas vorsichtigere Erwartungshaltung", sagt Klude. Die Prognosen der Unternehmen für die künftigen Geschäfte müssen also in den kommenden Wochen nicht unbedingt für Aktienkäufe sorgen.


Aus konjunktureller Sicht könnte sich das Interesse wieder China zuwenden, wo am Dienstag die Verbraucherpreise im Oktober und einen Tag später die Industrieproduktion anstehen. In den USA hält dagegen die auf den US-Arbeitsmarktbericht folgende Woche nur wenige marktbewegende Konjunkturdaten bereit. Zu nennen sind der Einzelhandelsumsatz im Oktober und die von der Uni Michigan ermittelte Verbraucherstimmung. Beide werden am Freitag veröffentlicht.


Kontakt zum Autor: benjamin.krieger@dowjones.com


DJG/bek/ros


(END) Dow Jones Newswires


November 06, 2015 09:17 ET (14:17 GMT)


Copyright (c) 2015 Dow Jones & Company, Inc.





 
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