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Sa, 24. August 2019, 22:50 Uhr

CAA AG

WKN: 617600 / ISIN: DE0006176001

CAA reduzieren


09.04.01 00:00
Platow Brief

Bestände mit Aktien der CAA AG (WKN 617600) reduzieren, so lautet die Empfehlung der Börsenexperten vom Platow Brief.

Die Meldung habe wie eine Bombe eingeschlagen. Die endgültigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2000 würden sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn „wesentlich schlechter“ ausfallen, als dies Ende Januar bei Vorlage der vorläufigen Ergebnisse angekündigt worden wäre. Wie Vorstandssprecherin Gabriele Müller im Platow-Gespräch erläutere, seien interne Buchungsfehler der Hauptgrund für dieses Desaster. So müssten einige vormals als Umsatz verbuchte Positionen jetzt als Forderungen bilanziert werden.

Ein sehr ungewöhnlicher Vorgang, wie das Platowteam finde. Eine detaillierte Aufklärung des Sachverhalts werde wohl erst bei Vorlage des Geschäftsberichtes erfolgen. Einen faden Beigeschmack erhalte die Geschichte zusätzlich durch die Tatsache, dass sowohl Frau Müller als auch ihr Vorstandskollege Hans Peter Schmidt schon Mitte März CAA-Aktien im Gegenwert von jeweils rund 400.000 DM verramscht hätten. Damals habe der Kurs noch bei rund 30 Euro gestanden. Bis zur heutigen Meldung habe die Aktie bereits über die Hälfte ihres Wertes verloren. Aktuell notiere sie nur noch bei gut 3 Euro.

Insbesondere die Tatsache, dass CAA nicht das erste Mal den Abschluss nach US-GAAP vorlege und die Bilanzierungsgrundsätze eigentlich kennen müsste, trage zur Beunruhigung bei. Personelle Konsequenzen wollten die Börsenexperten hier nicht ausschließen. Wie es scheine, sei das Buch der Skandale am Neuen Markt wieder mal um ein Kapitel reicher geworden.

Die Aktie sollte trotz des optisch günstigen Niveaus konsequent reduziert werden.