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Do, 1. Oktober 2020, 11:01 Uhr

Berkshire Hathaway A

WKN: 854075 / ISIN: US0846701086

Berkshire Hathaway kaufen


13.02.08 11:06
Sparkasse Essen

Essen (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der Sparkasse Essen, Joachim Klein, rät zum Kauf der Berkshire Hathaway-Aktie (ISIN US0846701086 / WKN 854075, A-Aktien bzw. ISIN US0846702076 / WKN 900567, B-Aktien).

Die Aktien von Berkshire Hathaway würden von Investment-Legende Warren Buffet gemanagt und würden für die Analysten ein Value-Basisinvestment darstellen. Seit 1965 sei es ihm gelungen, das Vermögen seiner Aktionäre um über 20% p.a. zu mehren. Der enorme Anlageerfolg habe dazu geführt, dass die A-Aktien mit 140.000 US-Dollar Börsenwert nicht mehr ganz billig seien. Aber Qualität habe nun einmal ihren Preis. Dafür gebe es die B-Aktien, die 1/30 der Substanz der A-Aktien verbriefen würden, für erschwingliche 3.200 Euro je Stück.

Berkshire Hathaway sei ein US-amerikanisches Holdingunternehmen, das vom Multimilliardär und Börsenlegende Warren Buffet ("Orakel von Omaha") geleitet werde. Berkshire Hathaway beschäftige selbst nur 19 Mitarbeiter im eigenen Office, aber über 217.000 Personen in den Beteiligungsgesellschaften.

Berkshire Hathaway sei 1955 aus der Fusion der beiden Textilfirmen Berkshire Fine Spinning und Hathaway Manufacturing entstanden. Im Jahr 1965 habe dann der Investor Warren Buffet die Mehrheit der Anteile übernommen und sei Vorsitzender des Unternehmens geworden. Schon nach kurzer Zeit sei abzusehen gewesen, dass das Textilgeschäft der Firma keine Zukunft vor sich gehabt habe und Warren Buffet habe begonnen, das vorhandene Kapital in andere Beteiligungen und Geschäftsfelder umzuschichten. So habe er 1967 eine erste Versicherung (National Indemnity) erworben und 1969 eine Bank (Illinois National). Die letzten Textilaktivitäten seien schließlich 1985 eingestellt worden.

Berkshire Hathaway habe in den vergangenen Jahrzehnten Unternehmen entweder komplett oder zumindest bedeutende Beteiligungen (z.B. Coca-Cola, Gillette, The Washington Post) übernommen. Per 31. Dezember 2006 habe Berkshire Hathaway 73 Gesellschaften kontrolliert, in denen 217.000 Mitarbeiter beschäftigt gewesen seien.

Heutzutage sei Berkshire Hathaway praktisch als eine große Investmentgesellschaft anzusehen. Mit dem Erwerb einer Aktie von Berkshire Hathaway erwerbe man vom Grundsatz her einen Fonds. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liege im Bereich der Erst- (Geico) und der Rückversicherung (General Re).

Warren Buffet, der nach dem Forbes Magazin der zweitreichste Mensch der Welt sei, genieße eine Art "Guru-Status" unter den Value-Investoren. Die Jahreshauptversammlung der Gesellschaft in Omaha habe sich mittlerweile zu einem "Woodstock" für Kapitalisten entwickelt mit weit über 20.000 Teilnehmern.

Berkshire Hathaway zahle seit Jahrzehnten keine Dividende. Zudem sei die Aktie noch niemals gesplittet worden. Dieses habe in Verbindung mit dem ungeheuren Anlageerfolg zu einem Kursverlauf geführt, der in der Spitze im Dezember 2007 sogar kurzfristig die 150.000 Dollar-Marke überschritten habe. Allerdings seien 1996 sog. B-Aktien eingeführt worden, die 1/30 der Beteiligung und 1/200 der Stimmrechte der A-Aktien verbriefen würden. Dadurch würden die Titel auch wieder für "Normalsterbliche" erschwinglich.

Warren Buffets Anlagestrategie sei vor allem durch die Anlagegrundsätze seines Lehrermeisters Benjamin Graham geprägt. Die Anlagestrategie folge dabei dem zentralen Kriterium der "Sicherheitsmarge". Man ermittle erst den inneren Wert des Papiers und prüfe dann, ob der Preis dieses Wertpapiers an der Börse niedriger sei, als der ermittelte Wert. Die Bestimmung des inneren Wertes richte sich dabei u.a. nach dem Liquidationswert, der Dividendenrendite, dem Kurs-Gewinn-Verhältnis, dem Kurs-Buchwert-Verhältnis, dem Verschuldungsgrad und der Ertragskraft. Daneben messe Buffet aber auch qualitativen Elementen wie den Fähigkeiten des Managements und der Qualität des Geschäfts eine Bedeutung bei.

Außerdem lege Warren Buffet Wert auf einfache Anlagegrundsätze, die sich immer wieder bewährt hätten: Nur in Geschäfte investieren, die man auch verstehe (Buffet habe nie in Technologiewerte investiert), auf langfristige Strategie setzen, nicht auf kurzfristige Kurssteigerungen sowie auf attraktive Bewertung achten.

Warren Buffets Strategie habe sich in den vergangenen Jahrzehnten als sehr erfolgreich erwiesen. Laut Geschäftsbericht habe Berkshire Hathaway den Buchwert je Aktie von 1965 bis 2006 um 21,4% p.a. steigern können, während der amerikanische S&P 500-Index inklusive Dividenden lediglich 10,4% Wertentwicklung geschafft habe.

Die Analysten der Sparkasse Essen sehen in den Aktien von Berkshire Hathaway ein Value-Basisinvestment und empfehlen sie daher zum Kauf. (Analyse vom 13.02.2008) (13.02.2008/ac/a/a)





 
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